Demo “Eichwäldli bleibt” am 30.1.21 in Luzern

Was passiert da gerade am Rande des kleinen Waldes bei der Allmend in Luzern? Wir sagen es ungern, aber die Kacke ist am dampfen!
Die Stadt hält an ihren Abrissplänen fest. Und wir? Wir sind uns nach wie vor sicher, dass es Möglichkeiten gibt, sich dem geliebten Haus anzunehmen, Zukunftspläne zu schmieden und diese gemeinsam mit den unzähligen Unterstützer*innen umzusetzen. Die vielen bejahenden Briefe, Worte und Nachrichten berühren uns und bestärken uns darin.


Wir kämpfen weiter, damit der in den letzten zweieinhalb Jahren entstandene Ort des Austauschens, der Utopie und der Unkonvention bestehen bleibt. Aber ganz ehrlich: Auch uns geht’s an die Nieren, denn dieses Haus ist auch unser Zuhause. Und Luzern geht’s ans Lebendige, denn Lebensraum ausserhalb des 3.5-Zimmer-Normkonzepts wird aus der Stadt verdrängt, verneint und ersatzlos eingerissen.

Das werden wir nicht hinnehmen und deshalb gibt es am 30.1.2021 eine entschlossene, fröhliche Demo mit Musik und lauten Worten! Hängt eine Fahne aus dem Fenster, sagt es euren Freund*innen und kommt an die Demo.

Wir haben uns entschieden trotz der aktuellen Pandemie nicht auf diese Form des Protest zu verzichten. Es ist uns jedoch wichtig zu sagen, dass alle eine Maske tragen sollen und Abstand gehalten wird.

EICHWÄLDLI BLEIBT.
LEBENSRAUM VERTEIDIGEN!
*DEMO*30.01.21
***
Besammlung:14 UHR
Murmattweg 26005 Luzern
***
Demo bewilligt
Maske mitbringen und Abstand halten!

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Aufruf zur Prozess-Unterstützung

Strafprozesse wegen Nötigung anlässlich einer Deportation.


Vom Dienstag, 26. bis am Donnerstag 28. Januar, finden am Bezirksgericht Luzern Strafprozesse wegen Nötigung anlässlich einer Ausschaffung statt. Die Staatsanwaltschaft wirft den 9 Angeklagten vor, den Gefangenentransport während der Demonstration blockiert zu haben.

Wir beziehen unsere Würde und Stärke nicht aus den Urteilen des Gerichts. Darum freuen wir uns umso mehr auf die Anwesenheit und Unterstützung von solidarischen Personen vor, während und nach den Prozessen.

Die Prozesse finden in einzeln, bzw. nacheinander statt. Beginn ist am Morgen jeweils um 8 und am Nachmittag um 13 Uhr (ausser Mittwochnachmittag, am 27.01. ist keine Verhandlung).

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Anti WEF Aktionstage abgesagt

Weil das WEF nach Singapur verschoben wurde, sind die Aktionstage in Luzern abgesagt.

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Failed State USA

Während Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel nach dem Sturm fanatisierter Trump-Anhänger auf das Kapitol deren Gewaltakte scharf verurteilte und vor allem den Verlust von Menschenleben bedauerte, macht sich das den Republikanern nahestehende Wall Street Journal Sorgen um das »demokratische Image« der USA. »Die Vereinigten Staaten werden nie wieder in der Lage sein, der Welt zu sagen, dass wir der Ausbund an Demokratie sind«, schrieb auch die ehemalige CNN-Journalistin Jill Dougherty auf Facebook.



Im Gegensatz zu Vertretern der europäischen US-Verbündeten, die – wie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier – in erster Linie Donald Trump für den »Sturm auf das Herz der Demokratie« verantwortlich machen, weisen lateinamerikanische Politiker und Medien auf den Zustand des US-amerikanischen Systems hin. Die gewalttätigen Krawalle seien Ausdruck der »sozialen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Krise einer Gesellschaft, die durch das Erstarken rassistischer Extremisten und einer Ideologie der weißen Vorherrschaft gekennzeichnet ist«, erklärte das lateinamerikanische Staatenbündnis ALBA-TCP (Bolivarische Allianz für die Völker unseres Amerikas – Handelsvertrag der Völker).

Ähnlich kommentierte die kubanische Tageszeitung Juventud Rebelde: »Der Neofaschismus war schon vor Trump da, er hat ihn nur verschärft und benutzt.« Politiker der Inselrepublik, die seit mehr als 60 Jahren einer Blockade widersteht, mit der Washington einen Regime-Change provozieren will, sehen Parallelen zur eigenen Erfahrung. Die Missachtung des Wählerwillens durch Trump sei nur »ein Abbild der Praktiken, die die USA gegen den Rest der Welt angewendet haben«, schrieb Außenminister Bruno Rodríguez per Twitter.

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro erklärte zu den Vorgängen »in einem Land, aus dem Staatsstreiche und Invasionen« kämen: »Das sind die gleichen Leute, die versucht haben, in Venezuela ihre Marionette einzusetzen und Evo Morales in Bolivien zu stürzen. Es ist die gleiche imperiale Politik, die die ganze Welt bedroht.« Maduro rief den künftigen US-Präsidenten Joseph Biden dazu auf, Hegemonie, Grausamkeit, Imperialismus und Vorherrschaft zu beenden und sich für Dialog, Frieden und Vielfalt einzusetzen.

Auch Mexikos Staatschef Andrés Manuel López Obrador appellierte an die USA, »alle außen- und innenpolitischen Konflikte auf friedlichem Wege zu lösen«. Die wichtigste Tageszeitung des Landes, La Jornada, wies in einem Leitartikel darauf hin, »dass das amerikanische Wahlsystem nie das demokratische Beispiel gegeben hat, das seine Anhänger propagieren, und das es mit imperialer Arroganz seit mehr als einem Jahrhundert versucht, dem Rest der Nationen aufzuzwingen«.

Einzig Brasiliens faschistischer Präsident Jair Bolsonaro steht weiter fest zu seinem Förderer Trump. Auch nach dem Angriff auf das Kapitol bezeichnete er die von Biden gewonnene Wahl gegenüber der rechten Tageszeitung O Globo noch als »eklatanten Betrug«. Darüber hinaus kündigte Bolsonaro an, dass »das, was in den Vereinigten Staaten geschehen ist, auch bei den nächsten Wahlen in Brasilien passieren könnte«. Expräsident Luiz Inácio Lula da Silva von der linken Arbeiterpartei nimmt solche Drohungen ernst. Er warnte davor, dass die derzeitige brasilianische Regierung »über eine Parapolizeimafia verfügt, um Szenen wie die im Kapitol von Washington zu wiederholen«.

Quelle: https://www.jungewelt.de/artikel/393948.sturm-auf-kapitol-failed-state-usa.html

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Mobilisierungen zu den nächsten Basel Nazifrei Prozessen!

Anfang 2021 folgen gleich 5 Prozesse vor dem Basler Dreiergericht. Revolutionärer Antifaschismus soll weiterhin kriminalisiert und eingeschüchtert werden. Nicht mit uns! Kommt an den Prozesstagen vor das Strafgericht und zeigt der angeklagten Person eure Solidarität und dass sie nicht alleine ist. Die Repression trifft Einzelne, gemeint sind wir Alle!

Ort: jeweils vor dem Strafgericht Basel-Stadt, Schützenmattstrasse 20

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Save the Date 19.12: Gegen Rechte Hetze, ob offen oder verdeckt

„Corona-Skeptiker*innen“ rufen am 19. Dezember erneut zu einer Kundgebung auf dem Sechseläutenplatz in Zürich auf. Es sind teilweise offen Rechtsradikale, die diese Veranstaltungen organisieren. Einer solchen Kundgebung von Rechts, möchten wir keinen Meter Strasse überlassen.



Dass den Aufrufen nicht ausschliesslich Rechtsradikale folgen ist uns klar. Genauso klar ist, dass es legitime Kritikpunkte an den staatlichen Corona-Massnahmen gibt. Für Alle muss es aber inakzeptabel sein, dass Rassist*innen und Reaktionäre zu öffentlichen Veranstaltungen aufrufen und diese durchführen können.

Rechte Kräfte nutzen diese öffentlichen Veranstaltungen für ihre eigenen Interessen, auch wenn sie sich in den sozialen Medien hinter Pseudonymen verstecken und andere in der ersten Reihe demonstrieren lassen.

Es ist wichtig, nicht an Anlässe zu gehen, die von rechtsextremen organisiert werden. Es ist wichtig zu wissen, welchem Aufruf man folgt. Und es ist wichtig gegen rechte Mobilisierungen auf die Strasse zu gehen.

Rechte Verbindungen
Hier eine Auswahl von offen Rechtsradikalen, die sich gerne als Drahtzieher*innen der “Corona-Skeptiker*innen” sehen und regelmässig deren Kundgebungen mit rechten Inhalten mitorganisieren:

- Markus Holzer, Gründer und Sprecher sowie Telegram-Admin von reaktion.org, der in verschiedenen Städten Proteste gegen die Corona-Massnahmen organisiert. Holzer fiel schon 2017 auf, als er den Verein “Brennpunkt Schweiz” gründete. Er wollte mit dem PEGIDA-Slogan „Wir sind das Volk“ auf dem Bundesplatz für die Durchsetzung der Masseneinwanderungsinitative demonstrieren. Holzer versucht nun auf das nächste Steckenpferd umzusatteln. Das unehrliche Pochen auf Grundrechte und direkte Demokratie sowie die fragwürdige Namenswahl für seine Vereine sind aber geblieben.
- Daniel Trappitsch, Naturheilpraktiker und Gründer des Vereins “Netzwerk Impfentscheid (N.I.E)”. Er ist im Telegram-Kanal “Widerstand2020” (W.I.R2020) als Admin aktiv. Trappitsch inszeniert sich gerne als Anführer in der Impfgegner*innen-Szene. Schon bei der Ebola-Pandemie 2014 war er an der Veröffentlichung eines extrem rassistischen Videos beteiligt, welches behauptete Ebola existiere nicht und Menschen in Afrika seien einfach betrunken oder durch fehlende Hygiene erkrankt. Er pflegt engen Kontakt zu Markus Erb, dem Anwalt der schwulenfeindlichen Sekte “Vereins zur Förderung der psychologischen Menschenkenntnis”(VPM), der mit der „Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz“ (AUNS) und Andreas Glarners Verlag «Schweizerzeit» zusammenarbeitet. Erb ist mit seinem rechtslastigen Verein “Bürger für Bürger” schon seit 2002 unterwegs, dieser setzt sich neu auch gegen Corona-Massnahmen ein.

Die “stillen Proteste”, welche von Markus Holzer und dem SVP-Wetzikon-Vorstand-Power-Couple Simone und Martin Ehrismann organisiert werden, vergleichen die Corona-Massnahmen mit dem Holocaust. Ungeimpfte, oder Menschen die das Tragen einer Maske verweigern, sind ihrer Meinung nach genau wie die jüdischen Menschen, die unter den Nationalsozialisten in Deutschland einen gelben Stern tragen mussten.

Wer mit Nazis marschiert, marschiert mit Nazis
Die Verfolgung, Entrechtung und Ermordung von jüdischen Menschen, Sinti und Roma, Menschen mit Beeinträchtigungen, homosexuellen Menschen, Kommunist*innen, Sozialist*innen, Anarchist*innen und anderen Widerstandskämpfer*innen während der Nazi-Herrschaft ist keineswegs vergleichbar mit den Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Der Vergleich ist unwahr und ein Nährboden für rechtsextremes Gedankengut, auch wenn die staatlichen Massnahmen primär dem Aufrechterhalten der Wirtschaft dienen und viele Menschen vergessen gehen. Das Gleichsetzen des Holocaust mit dem Tragen einer Maske liegt im Interesse von Neonazis. Wer solche Holocaustrelativierungen mitmacht oder toleriert ist mitverantwortlich, wenn reaktionäre und faschistische Inhalte an Relevanz gewinnen.

Schein-Widerstand
Einige “Corona-Skeptiker*innen” inszenieren sich nun als widerständige Kämpfer*innen gegen ein neues totalitäres Regime. Das ist schon bei kurzem Hinschauen lächerlich. Sie demonstrieren für einen Staat, der die Schwächsten nicht schützen, sondern sterben lassen soll. Sie fühlen sich verfolgt, wenn sie eine Maske tragen sollen – und übersehen, dass sie mit ihren Rufen nach Beendigung des Lockdowns genau die selben Forderungen wie die „Economiesuisse“ und andere Wirtschaftsverbände stellen.

Anstatt sich jetzt für alle Menschen einzusetzen, die neu oder schon seit jeher vom System ausgebeutet oder vergessen wurden, leugnen die „Corona-Skeptiker*innen“ nun die Gefährlichkeit des Virus. Anstatt Menschen zu schützen, die durch Immunschwächen oder bestehende Krankheiten auf eine solidarische Gesellschaft angewiesen sind, schützen sie nur ihre eigenen Interessen.

Menschen schützen, statt Profite
Wir formulieren linke Kritik an den Corona-Massnahmen, da diese eher die Wirtschaft schützen und nicht die Menschen. Unsere Forderung lautet, dass alle Menschen gut und geschützt leben sollen, auch die, die weiterhin in vollen Trams zur Arbeit müssen, oder die, die ihre Miete nicht mehr zahlen können. Die Massnahmen setzen auf Vereinzelung und Isolation statt auf kollektiven Umgang und Solidarität. Gegen die Bereicherung der eh schon Reichen während in der Pandemie viele Menschen um ihre Existenz kämpfen. Wir sind nicht einverstanden mit einem Lockdown des öffentlichen Lebens und den Angriffen auf das Versammlungsrecht, während man sich bei der Arbeit dem Risiko einer Ansteckung auszusetzen hat. Gleichzeitig wollen wir so viele Menschen wie möglich schützen, egal wie alt oder krank sie sind und auch gerade solche die nicht so viel Geld haben.

Dieser Mobilisierung von Rechtsextremen wollen wir nicht den öffentlichen Raum überlassen. Darum gehen wir auf die Strasse: Für das Recht, für Gerechtigkeit einzustehen (zum Beispiel an Antifaschistischen Protesten wie 2017 anlässlich von „Basel Nazifrei“), für eine solidarische Gesellschaft und ein selbstbestimmtes Leben.

Gegen Rechtsextreme Hetze, gegen reaktionäre und antifeministische Lebensfeinde, gegen den Kapitalismus!

Haltet euch dieses Datum frei! Sorgen wir gemeinsam dafür, dass sich die Rechten in Zürich nicht die Strasse nehmen können.

Die genaue Form, die Uhrzeit und den Ort unserer Mobilisierung werden wir in den kommenden Tagen bekannt geben! Bei unserer Mobilisierung tragen wir Masken und halten Abstand.

Quelle: https://barrikade.info/article/4080

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Zu viele Corona-Fälle in der Schweiz – WEF findet im Frühling 2021 in Singapur statt



Das Weltwirtschaftsforum WEF kommt doch nicht in die Zentralschweiz: Das Treffen hochrangiger Politiker und Wirtschaftsleute findet wegen der Corona-Pandemie im nächsten Mai definitiv in Singapur statt. Für Nidwalden und Luzern findet der Traum vom WEF auf dem Bürgenstock «ein jähes Ende».

Auch wenn sich der Entscheid in den vergangenen Tagen abgezeichnet hatte, zeigte sich der Nidwaldner Landamann Othmar Filliger (CVP) am Montag enttäuscht: «Es wäre eine einmalige Chance gewesen, den Bürgenstock und die Region als idealen Standort für internationale Spitzenkongresse in der ganzen Welt zu positionieren», wird er in einer gemeinsamen Medienmitteilung der Kantone Nidwalden und Luzern, der Stadt Luzern sowie der Gemeinde Stansstad NW zitiert.

Zudem wäre die dadurch ausgelöste wirtschaftliche Dynamik für die lokalen Unternehmen ein hoch willkommener Impuls gewesen. Der Entscheid sei zwar bedauerlich, aber nachvollziehbar, wird Luzerns Stadtpräsident Beat Züsli (SP) zitiert.

Die WEF-Organisatoren gaben am Montagnachmittag den Standortentscheid für 2021 bekannt. Nach sorgfältiger Abwägung und angesichts der aktuellen Situation bezüglich der Covid-19-Fälle sei beschlossen worden, dass Singapur am besten geeignet sei, das Treffen abzuhalten, heisst es in der Medienmitteilung des WEF. Das Sondertreffen wird vom 13. bis am 16. Mai durchgeführt. 2022 soll es dann wieder nach Davos zurückkehren.

Das Ziel des Weltwirtschaftsforums sei es immer gewesen, in der Schweiz zu bleiben, heisst es weiter. Obwohl seit Beginn erkennbar gewesen sei, dass aufgrund der Covid-19-Situation dies nie zu hundert Prozent garantiert war.

Der Ortswechsel spiegle die Priorität des Forums wider, die Gesundheit und Sicherheit der Teilnehmer sowie der Gastgeber zu schützen. Die Sondertagung 2021 in Singapur werde die erste Veranstaltung der globalen Führung sein, die sich mit der weltweiten Erholung von der Pandemie befasse, schreiben die Organisatoren.

In der Januarwoche, in der das WEF üblicherweise in Davos stattfindet, plant das Forum nun eine virtuelle Veranstaltung. Laut den Organisatoren sollen Staats- und Regierungschefs, Vorstandsvorsitzende, führende Persönlichkeiten der Zivilgesellschaft, globale Medien und Jugendleiter aus Afrika, Asien, Europa, dem Nahen Osten, Lateinamerika und Nordamerika daran teilnehmen.

Ursprünglich hatte das WEF angekündigt, seinen internationalen Anlass 2021 wegen der Corona-Pandemie nicht Anfang des Jahres in Davos GR, sondern in einem reduzierten Umfang vom 17. bis 21. Mai auf dem Bürgenstock NW und in Luzern durchzuführen.

Ende November stufte WEF-Gründer Klaus Schwab in einem Interview die Corona-Situation in der Schweiz als schwierig ein. Die Austragung in der Zentralschweiz sei noch nicht gesichert. Daraufhin gab es unbestätigte Meldungen, dass das WEF in Singapur durchgeführt werden könnte.

Diese Gerüchte schreckten die bürgerlichen Bundesparlamentarier der Zentralschweiz auf. Sie waren deswegen bei Volkswirtschaftsminister Guy Parmelin vorstellig geworden. In einem Brief forderten sie den Bundesrat auf, sich dafür einzusetzen, dass das WEF 2021 in der Zentralschweiz stattfinde. Es gehe um das Wohl der Region und der ganzen Schweiz.

Den Brief an Parmelin unterzeichneten fast alle bürgerlichen Mitglieder des National- und Ständerats der Kantone Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Zug. Die von der Corona-Pandemie hart getroffene Zentralschweizer Tourismusbranche hatte in das WEF 2021 grosse Hoffnungen gesetzt.

In der 50-jährigen WEF-Geschichte fand das Elite-Treffen erst einmal ausserhalb der Schweiz statt. Die Veranstaltung war wegen der Terroranschläge vom 11. September 2001 und angekündigter Demonstrationen von Globalisierungsgegnern 2002 von Davos nach New York verlegt worden. (aeg/sda)

Quelle: www.watson.ch

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Kommuniqué: 2 Jahre Basel Nazifrei Demo

Hinter dem Banner „Für einen revolutionären Antifaschismus – Basel Nazifrei“ zogen heute 28. November 2020 ca. 3‘500-4’000 Menschen durch die Strassen Basels. Zur Demonstration aufgerufen hatte das Bündnis Basel Nazifrei. Einerseits, um in Zeiten erstarkender rechter Bewegungen ein kämpferisches antifaschistisches Zeichen zu setzen. Andererseits, um der massiven staatlichen Repression gegen Antifaschist*innen eine kollektive Antwort auf der Strasse entgegenzusetzen.

Erneut schallte die Parole „Basel Nazifrei“ durch die Strassen, Transparente wurden aufgehängt, Feuerwerk gezündet und Parolen an die Wände gemalt. Auf dem Turm der Kaserne wurde ein Banner in Solidarität mit Lina entrollt, die in Leipzig in Haft sitzt. Ihr wird wegen antifaschistischer Praxis vorgeworfen, Kopf einer „kriminellen Vereinigung“ zu sein.
Wir bedanken uns bei den zahlreiche Menschen, die aus anderen Städten aus der ganzen Schweiz und dem angrenzenden Ausland angereist sind! Die Angriffe gegen Basel Nazifrei zielen auf die gesamte antifaschistische Bewegung ab, eine gemeinsame Antwort ist deshalb unglaublich stärkend und wertvoll.

Die Polizei kontrollierte im Vorfeld und im Nachgang der Demo Menschen. Bisher wissen wir von keinen Festnahmen.

Die Demonstration war ein sehr starkes Zeichen. Eine klare Ansage an die Staatsanwalt und die Gerichte, dass sie mit dieser Repression die Bewegung nicht schwächen können. Die Prozesse werden weitergehen, unsere Kämpfe auch. Lasst uns diesen Tag als Moment aufnehmen, der uns Stärke und Energie gibt. In der aktuellen gesellschaftlichen Krise versuchen faschistische Kräfte an Boden zu gewinnen. Das dürfen wir nicht zulassen! Lasst uns die antifaschistische Bewegung aufbauen, Tag für Tag, denn eine andere Welt ist möglich!

Wir senden Grüsse an alle Menschen, die derzeit gegen den Faschismus oder sich verschärfende staatliche Repression ankämpfen! No Pasarán!

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Demo “Basel nazifrei” am 28.11.20

Wir rufen auf zu einer antifaschistischen Demonstration!


Genau zwei Jahre ist es her, dass die Neonazis von der PNOS aus Basel verjagt wurden – durch eine riesige Gegendemonstration mit rund 2‘000 Menschen. Ein solcher antifaschistischer Erfolg ist umso wichtiger, als überall in Europa rechtsextreme Ideen, Bewegungen und Parteien an Stärke gewinnen.
Im Nachgang der Basel Nazifrei Demo rollte eine riesige Repressionswelle an: über 60 Strafverfahren wurden eröffnet und etliche Hausdurchsuchungen durchgeführt. Seit Juli 2020 laufen die Prozesse und Demonstrierende wurden – teilweise aufgrund der schlichten Anwesenheit an der Demo – zu mehrmonatige Gefängnisstrafen verurteilt.

Solidarische Strukturen aufbauen!

Wir denken, eine ausserparlamentarische antifaschistische Bewegung wird immer wichtiger: Europäischen Staaten setzen angesichts der globalen Krise auf höhere Mauern und rassistische Lager. Die Schweiz gilt als Drehscheibe für die Vernetzung und Finanzierung der europäischen Neonaziszene. Der Schweizer Staat verschärft die Migrationspolitik, sperrt Menschen alleine wegen deren Aufenthaltsstatus monatelang in Gefängnisse und finanziert Frontex mit. Es gilt Widerstand zu organisieren, antifaschistische Strukturen zu stärken und einen Schritt nach vorne zu machen. Laut und kämpferisch, stehen wir für eine solidarische Welt ein!

Wir lassen uns nicht einschüchtern!

Wir sehen die laufenden Prozesse als massiven politischen Angriff, als autoritären Einschüchterungsversuch. Dagegen müssen wir uns jetzt wehren – und zwar alle gemeinsam! Es gilt zu verhindern, dass sich neue Repressions-Standards durchsetzen und damit Protest auf der Strasse erschwert wird. Lassen wir die Kriminalisierung von sozialen Bewegungen nicht zu! Zeigen wir gemeinsam, dass diese Einschüchterung nicht funktioniert!

Kommt alle auf die Strasse – setzen wir ein starkes Zeichen gegen Faschismus und Repression!

28. November 2020 / 16:00 Uhr
Theaterplatz Basel

Quelle: https://barrikade.info/article/3918

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Schweizer Jungnazis: NJS & Eisenjugend verpufft, Neuversuch “Junge Tat”

Auf digitalen Kanälen macht seit Anfang November 2020 eine neue Deutschschweizer Nazigruppe auf sich aufmerksam. Sie nennt sich “Junge Tat”, besteht aus rund 10 überwiegend sehr jungen Männern, und ist Teil der sogenannten Nationalen Aktionsfront (NAF). Im Wesentlichen ist “Junge Tat” aber bloss eine adaptierte Fortsetzung der gescheiterten Gruppen “Nationalistische Jugend Schweiz” (NJS) und “Eisenjugend Schweiz” (EJ).

Weissegrüne Sturmmasken, Kampfsport, Survival-Trainings, Wandern, rechter Deutschrap – mit solchen Dingen will die neue Nazigruppe “Junge Tat – NAF” junge rechte Männer anlocken. Neu ist dabei aber längst nicht alles.

Hier geht es direkt zu einigen Mitgliedern und Sympathisant*innen der Jungen Tat.

PDF – 5.1 MB

Nationale Aktionsfront (NAF)

Die NAF (Nationale Aktionsfront), mit der die “Junge Tat” assoziiert ist, ist ein seit 2014 bestehendes Schweizer Nazi-Netzwerk um den ca. 40jährigen Marc Seiler. Dieser ist wegen verschiedener Gewaltdelikte vorbestraft und Mitglied der rechtsterroristischen, internationalen “Bruderschaft” Blood & Honour. Selbsterklärtes Ziel der NAF war (und ist) es, die verschiedenen teils zerstrittenen Nazigrüppchen und Überbleibsel aus “besseren” Zeiten zu sammeln und wieder aktionsfähig zu machen. Nur war die Erfolgsbilanz bisher sehr dürftig. Umso grösser musste die Freude bei NAF-Chef Marc Seiler gewesen sein, als Anfang 2020 im Raum Winterthur eine “Nationalistische Jugend Schweiz” (NJS) sowie eine “Eisenjugend Schweiz” (EJ) ihre ersten Auftritte wagten.

Eisenjugend und Nationalistische Jugend

Seiler, der etwa doppelt so alt war wie die NJS/EJ-Buben, suchte sofort den Kontakt. Und sie zu ihm. Eine Beziehung begann. Bald war offensichtlich, dass EJ und NJS ein und derselbe Haufen war, wobei die EJ weitgehend als ein Ego-Projekt des ZHDK-Studenten und NJSlers Manuel Corchia (Jg. 2000) zu betrachten ist. Jedenfalls war alles ein gar kurzer Spuk. Denn kaum waren die Jungnazis der NJS/EJ mit grossen Parolen, pubertärem Rumgemackere, aber auch ein paar Sachbeschädigungen und Transpi-Klau-Aktionen an die Öffentlichkeit getreten, gerieten sie in mühsame Schwierigkeiten.

Antifaschistische Gegenwehr

Antifaschist*innen hatten die NJS/EJler nämlich sofort aus der Deckung geholt, Identitäten veröffentlicht, sie zu Hause (fast alle noch bei ihren Eltern wohnhaft) und im Job besucht. Der Nazi Oliver Rothacher (Jg. 1995) verlor so seine Stelle, sein Kamerad Manuel Corchia flog so ein bisschen von der Zürcher Hochschule der Künste (die ZHDK-Leitung will den Nazi zwar nicht ganz spicken, verbietet ihm aber bis auf Weiteres den Zutritt aufs Schulgelände), etc. pp. Kurzum: Man hatte den Nazis deutlich zu verstehen gegeben: Sofort einpacken und ab nach Hause! Das hat gewirkt. Zumal die wackeren Burschen auch mit dem ganzen Medienrummel schnell nicht mehr klarkamen. Dabei hatten sie die News über sie anfänglich durchwegs als Werbeeffekt begrüsst.

Terrorträume und Razzien

Einen Hehl aus ihrer Gesinnung und ihren Träumen machten die NJSler nie. Selbstdarstellung war ihr ein und alles. Und so verbreiteten sie über ihre relativ offenen Kanäle nicht nur Muskel-Selfies und Mob-Fotos, sondern auch klassische nationalsozialistische Propaganda und terroristische Manifeste wie jenes des Christchurch-Attentäters. Sie taten dies so unverhohlen, dass irgendwann sogar der Staat befand, nun einmal zum Rechten schauen zu müssen. Und so sahen sich verschiedene Polizeien sowie der Nachrichtendienst gezwungen, etwas zu tun. Es folgten einige Vorladungen, zwei Hausdurchsuchungen in Winterthur und eine im Kanton Schwyz. Bei ersterer wurden drei Sturmgewehre und drei Pistolen von Manuel Corchia und dessen Nachbarn Matthias Cremonesi (Jg. 2001, wie Corchia ist er Mitglied der Winterthurer Stadtschützen) beschlagnahmt, bei zweiterer im Kanton Schwyz Munition. Zu Verhaftungen oder Anklagen ist es aber offenbar nicht gekommen.

Scheitern und Neuversuch

Dennoch war den meisten NJSlern nach ein paar Monaten bereits wieder die Lust vergangen. Sie zogen sich zurück, verzichteten komplett auf öffentliche Aktionen, verpfiffen sich gegenseitig, zeigten sich teilweise reuig und mehrere Mitglieder beteuerten, die NJS sei aufgelöst, weil alles ausser Kontrolle geraten und ihnen alles schlicht zu viel geworden sei. Andere behaupteten, aus der Szene “ausgestiegen” zu sein.
Nun aber zeigt sich, dass es einige ehemalige NJSler nach einer Verschnaufpause erneut wissen wollen. Sie haben die noch vor Kurzem so stolz präsentierten rot-weissen Fahnen und rot-weiss-roten Sturmhauben der NJS durch grün-weisse eingetauscht. Und sich in “Junge Tat” umbenennt. Alter Wein in neuen Schläuchen also.
Tatsächlich neu ist allerdings, dass die Junge Tat fester als die NJS an das alte Nazi-Milieu der Schweiz angebunden ist. Dies gelingt insbesondere durch die organisatorische Bande mit der NAF um Marc Seiler, der insbesondere Manuel Corchia heftig umworben hatte, nachdem dieser geoutet und in der Presse geladnet war. Aber die Anbindung gelingt auch durch Doppelmitgliedschaften aus der Ausserschwyzer “Kameradschaft Heimattreu” (v.A. durch Unteroffizier Andy Schnellmann und Simon Inderbitzin, beide ca. 30jährig und beide aus Siebnen SZ). Via Seiler, Schnellmann und Inderbitzin besteht für die MItglieder der Jungen Tat somit eine direkte Verbindung zu den alten und internationalen Strukturen von Blood & Honour.

Deutsche Kontakte

Bereits von Verbindungen zu Nazistrukturen in Deutschland profitiert haben besonders der Winterthurer Manuel Corchia sowie Oliver Rothacher aus Tagelswangen ZH. Etwa um dort kurzzeitig unterzutauchen, (Rothacher nach seinem Outing), oder schlicht um sich vom Land ihrer Sehnsucht inspirieren und mit Propagandamaterial ausstaffieren zu lassen. Corchia etwa hat enge Kontakte mit dem Zwickauer Nazi-Influencer Sanny Kujath (Jg. 2002, Ex-Mitglied von Dritter Weg) und seiner “Jungen Revolution”, einer neuen Struktur zur Rekrutierung von Jugendlichen und für deren Anbindung an die jeweils passende rechtsextreme Organisation. Corchia und andere Schweizer Jungnazis fuhren im Februar 2020 nach Dresden an den alljährlichen neonazistischen “Trauermarsch” zum Gedenken an die alliierte Bombardierung der Stadt. Dort trafen sie sich unter anderem mit Kujath. Dieser wiederum kam im Sommer in die Schweiz zu Corchia, der für ein paar Kameraden eine Wanderwoche in den Schwyzer Bergen vorbereitet hatte.

Video und Follower

Die bisher veröffentlichten Videos der Jungen Tat sind mitunter an folgenden Orten gedreht worden: Luzern (Waldstrasse 5), Basel (Mittlere Brücke), Zürich (Käferberg und vor dem Hauptsitz des verhassten, weil angeblich “jüdischen” TX-Media-Konzerns), Altdorf (Tell-Denkmal), Sisikon (Tellsplatte) Muothatal, Siebnen, Schwyzer und Urner Berge.Die rund 1000 Instagram-Follower sind mehrheitlich Deutsche. Nur rund 100 kommen aus der Schweiz. Darunter zu finden sind viele altbekannte Nazi-Aktivist*innen wie zum Beispiel Hammerskin Adrian Segessenmann (Jg. 1979, Ex-PNOS-Vize und Chef der völkisch-heidnischen Avalon Gemeinschaft) oder der Basler Nazi-Hooligan Roman Portner. Zu finden sind aber auch viele rechtsnationale bis rechtsextreme junge Leute ohne jegliche Zugehörigkeit zu organisierten Strukturen. Auch ein paar Mitglieder der Jungen SVP sind dabei. So Sven Brügger und Arnaud Chammartin, beide aus dem Kanton Fribourg.

Für einen kursorischen Überblick auf das PDF klicken:

PDF – 5.1 MB

Solidarische Grüsse an alle Antifaschist*innen!
Recherche Gruppe Gegen Rechts
recherche-gruppe-gegen-rechts@cryptomail.ch

Quelle: https://barrikade.info/article/4039

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