Filmabend: The End Will Be Spectacular am 28.10 im Neubad



Der auf wahren Begebenheiten und Personen beruhende Film erzählt die Geschichte von Zilan, einer jungen kurdischen Frau, die auf den Spuren ihres getöteten Bruders in ihre Heimat Diyarbakir zurückkehrt. Plötzlich findet sie sich in gewaltvollen Gefechten mit der türkischen Polizei und Armee wieder. Eine Geschichte von Idealen, Kampf, Freundschaft, Verlusten und Aufopferung in einem hoffnungslos erscheinenden Konflikt.
Ein Film von Ersin Çelik mit Arjîn Baysal, Delîl Pîran, Cîhan Seve, Arîf Demîr, Sevda Kina The End Will Be Spectacular ist ein beispielloser Kriegsfilm über WiderstandskämpferInnen, deren Ziel es ist, die Belagerung der Altstadt von Diyarbakir, der Hochburg des kurdischen Widerstands, durch die türkische Armee zu brechen. Die 100 Tage dauernden Gefechte im Winter 2015/16 fordern zahlreiche Opfer und die historische Altstadt von Sur wird fast komplett zerstört. Einige der Überlebenden spielen mit in diesem Film unter der Regie von Ersin Çelik, Mitglied der Rojava Film Kommune

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Kundgebung am 16.10 in Luzern: Moria Evakuieren



Nächste Kundgebung auf dem Bahnhofplatz#MoriaEvakuieren#WirHabenPlatz#LeaveNoOneBehind

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Demo “Evakuieren JETZT – wir haben Platz!” am 10.10. in Bern


Evakuieren JETZT – wir haben Platz!Am 10.10 um 14:30 gehen wir in Bern (Bundesplatz) auf die Strasse um ein Ende der menschenverachtende Situation an den EU-Aussengrenzen zu fordern! Das Geflüchtetenlager Moria ist niedergebrannt. 13’000 Menschen haben erneut alles verloren. Doch selbst nach dem Brand wurden die Menschen nicht evakuiert. Stattdessen mussten die Geflüchteten über Tage auf der Strasse ausharren. Ohne Nahrung. Ohne Wasser. Schliesslich wurden die Menschen unter Einsatz von Tränengas in ein neues Internierungslager gedrängt. Die Zustände dort sind katastrophal. Das Menschen so behandelt werden dürfen wir nicht zulassen! Niemals! Nie wieder! Wir gehen am 10. Oktober 2020 um 14:30 Uhr in Bern auf die Strasse (Bundesplatz) und fordern den Bundesrat auf, jetzt Geflüchtete aufzunehmen. Wir forden eine menschenwürdige Migrationspolitik. Wir haben mehr als genug Platz – wir haben die Ressourcen – und wir haben die Verantwortung jetzt zu handeln! 10.10 – 14:30 – Bern! Weitersagen! #evakuierenjetzt#wirhabenplatz#evacuermaintenant#nousavonsdelaplace#evacuareora#abbiamoposto#evacuatemorianow#leavenoonebehind#wehavespace#europemustact#moria#lesvos @autonome_schule_zh @amnesty_switzerland @bearobin @europemustact @evakuierenjetzt @ohfcommunitycenter @rota_migrant @solidarite.sans.frontieres

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50 Personen protestieren gegen die Situation in Flüchtlingslager auf Lesbos


Etwa 50 Personen haben sich am Donnerstag um 18 Uhr auf den Bahnhofplatz Luzern getroffen wo eine Eröffnungsrede gehalten und ein Lied gesungen wurde.

Oh, du schöns Schwiizer Landbrengsch üs no ome Verstand20 minderjährigi Seelelänged ned för üse FredeMoria brönnt emmer nosend üsi Wärt schon verchomer säged nei, ned eso.Oh, du schöns Schwiizer Landd’Angscht hed dech fescht i de HandZiit esch jetzt cho zom Verwachemuetig z’sii ond eifach z’macheChömmer no Mönsche sii?Trouemer Mönsche z’sii?Muet jetzt zom Mönsche sii!Anschliessend bildeten die Teilnehmer*innen in der Bahnhofstrasse eine Transpi-Kette mit 18 Bannern. Damit fordern sie eine rasche und einfache Aufnahme Geflüchteter, die im abgebrannten Flüchtlingslager auf der Inser Lesbos untergebracht waren.Folgender Text wurde verteilt:Moria brennt – und ihr schaut zu !Wir sind traurig. Und wir sind wütend. Traurig ab den Bildern, die wir seit Jahren aus Moria zu sehen bekommen. Und wütend auf eine politische Schweiz, die seit Jahren die Augen vor der Tragödie verschliesst, die tagtäglich auf dem Mittelmeer und in Geflüchtetenlagern in Europa passiert.In der Nacht auf den 9. Spetember, sind im Geflüchtetenlager Moria auf der griechi-schen Insel Lesbos mehrere Feuer ausgebrochen. Das Lager ist fast vollkommen ab-gebrannt und wurde evakuiert. Moria ist das grösste Geflüchtetenlager Europas. Über 12‘000 Menschen lebten im Lager, dass gerade einmal für eine Kapazität von 2800 Menschen ausgelegt ist. Seit Jahren wird die sofortige Evakuierung der Menschen und die Schliessung der Lager auf den griechischen Inseln gefordert. Doch sowohl die EU-Staaten wie auch die Schweiz stellen sich taub. Die humanitäre Situation in Moria ist seit Jahren verehrend. Durch die Corona Epidemie hat sich die Lage für die Bewoh-ner*innen weiter verschlimmert.Die Forderung nach der Direktaufnahme von geflüchteten Menschen aus den griechischen Lagern, insbesondere von unbegleiteten Minderjährigen, wurde von der politischen Schweiz stets abgelehnt. Stattdessen wurde mit Ausbruch der Corona Epidemie im März dieses Jahres das Asylrecht quasi aufgehoben. Versteht ihr das unter Solidarität?Die Schweiz versteht sich nur zu gerne als weltoffen und kosmopolitisch. Doch wie sieht das konkret aus? Schweizer Banken investieren Milliarden von Franken in Konfliktregionen auf der ganzen Welt und treiben so Menschen in die Flucht. Schweizer Firmen, welche mit Rohstoffen handeln wie zum Beispiel Glencore, beuten wie zu Kolonialzeiten ganze Länder aus und zerstören die Lebensgrundlage von Millionen Menschen. Schweizer Politiker schliessen dreckige Handelspartnerschaften und Rück- nahmeabkommen mit Ländern, in denen Minderheiten brutal unterdrückt werden. Doch wenn es um die Flüchtlingspolitik geht, ist die Schweiz trotz ihres Reichtums nicht bereit, sich in einem globalen Kontext zu sehen. Schuld sind dann immer die anderen und bloss nicht über den Tellerrand schauen. Schämt euch, ihr, die mit Ausbeutung Profitraten steigert. Ihr, die für eure Wiederwahl über Leichen geht. Wir haben euch so satt!Wir sind heute hier um unsere Trauer, unsere Wut und unseren Zorn auf die Strasse zu tragen. Denn unsere Solidarität ist stärker als ihre Abschottungspolitik. Kein Mensch ist illegal!Brick by brick, wall by wall make the fortress europe fall !

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Kundgebung und Transpikette Wir haben Platz am 1.10.20 in Luzern

Treffpunkt 18.00 Uhr Bahnhofplatz Luzern
Gemeinsames Singen + Kundgebung
Danach bilden wir eine Transpi-Kette an der BahnhofstrasseBringt Masken und Transpis (Plakate mit Eurer Botschaft) mit!

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Moria brannte – und die Schweiz verharrt in Scheinheiligkeit. Der Bund entschied, 20 flüchtende Kinder aufzunehmen und Hilfsgüter zu schicken.
Ein winziger Schritt in die richtige Richtung.
Doch er bleibt nichts als ein Tropfen auf dem heissen Stein.
Weiterhin leben über 12’000 Menschen auf den Strassen von Lesbos, sind Hunger, Durst, Gewalt und Krankheit ausgesetzt. Die Stadt Luzern hat sich bereit erklärt, Flüchtende aufzunehmen, aber der Kanton weigert sich, den Bund zur Aufnahme aufzufordern.
Der Kantonsrat hat die Standesinitiative zur Aufnahme von Menschen auf der Flucht abgelehnt.
Liebe Politiker*innen, wo hat sich Eure Menschlichkeit versteckt?
Es ist höchste Zeit, aus dem eigenen Verantwortungsbereich rauszukriechen.Für den Ausbau des Wohlstands scheut die Schweiz nicht, den Arm über die Landesgrenzen zu strecken und sich zu bedienen. Höchste Zeit, den Arm auch für die humanitäre Krise auszustrecken, die sie mit der Gier mitverursacht hat.Es ist möglich. Wir haben Platz.
Wir singen, um uns an die Menschlichkeit zu erinnern.
Wir bilden eine Kette, um zu zeigen: Solidarität geht anders.
Kein Mensch ist illegal!

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Oh, du schöns Schwiizer Land – nach der Melodie von „Lueget vo Bärge und Tal“ Oh, du schöns Schwiizer Land
brengsch üs no ome Verstand
20 minderjährigi Seele
länged ned för üse Frede
Moria brönnt emmer no
send üsi Wärt schon vercho
mer säged nei, ned eso.Oh, du schöns Schwiizer Land
d’Angscht hed dech fescht i de Hand
Ziit esch jetzt cho zom Verwache
muetig z’sii ond eifach z’mache
Chömmer no Mönsche sii?
Trouemer Mönsche z’sii?
Muet jetzt zom Mönsche sii!

https://soundcloud.com/user…/oh-du-schoens-schwiizer-land

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Welcome to Paradise – Aktionstage gegen Corona-Schwurbler*innen



Konstanz ist eine verschlafene Touristenstadt am Bodensee mit direkter Grenze hin zur Schweiz. Hier wollen die Querdenker am Jahrestag der Wiedervereinigung eine Menschenkette um den Bodensee und eine große Kundgebung mit (lt. Anmelder Gerry M.) 4500 Menschen abhalten. Für die Menschenkette sind bis zu 180 000 Menschen geplant – lächerlich. Der Konstanzer Stadtteil Paradis Grenzt an die Altstadt an und wir haben uns diesen Namen für unseren Gegenprotest zu nutze gemacht. Von paradisischen Zuständen sind wir aber auch hier noch meilenweit entfernt. Die Coronapandemie zeigt wieder einmal mehr, wie fragil das kapitalistische, ausbeuterische System ist, in dem wir alle leben. Doch anstatt zusammen für eine solidarische Gesellschaft einzustehen geht es den Querdenkenden um verschwurbeltes Feindbild, welches gerne auch gemeinsam mit Faschist*innen, Antisemit*innen und Rechtsradikalen propagiert wird. Das werden wir hier in Konstanz nicht hinnehmen!

Als am 29.08.2020 Verschwörungsideolog*innen, Esoteriker*innen und Coronaleugner*innen von “Querdenken” in Berlin offen mit Rechtsradikalen, Rassist*innen und Antisemit*innen aufmarschierten, und dabei versuchten, den Reichtstag zu stürmen, zeigte sich das reaktionäre Potential dieser Bewegung. Auch für die Konstanzer “Querdenken”-Bewegung hat der Schulterschluss mit Rechts bereits stattgefunden, was sich nicht nur an der Teilnahme der Demo in Berlin festmachen lässt, sondern auch auf den geteilten Inhalten ihrer Seiten, welche unter anderem Artikel des rechtsradikalen Magazins COMPACT umfassen.
Nun mobilisiert “Querdenken” mit einer sog. “Menschenkette für den Frieden” und einer angemeldeten Großdemonstration mit 4500 Teilnehmer*innen nach Konstanz. Auch bekannte Neonazis, wie zum Beispiel Ignaz Bearth, mobilisieren auf Facebook oder Telegramm nach Konstanz. Sie erhoffen sich dadurch weitere Aufmerksamkeit um mehr politische Relevanz zu erhaschen. In Anbetracht dessen, welche schwer reaktionären politischen Gruppen und offen Rechtsradikale auf diesen Veranstaltungen ungestört teilnehmen können, muss es auch in der Provinzstadt klare antifaschistische Intervention geben.

Stellen wir uns ihnen in den Weg und zeigen ihnen, dass “Querdenken” und ihre Anhängsel weder in Konstanz noch sonst wo erwünscht sind: Machen wir ihren Besuch zum Desaster!
Weitere Informationen und Kontakt gibts auf welcometoparadise.noblogs.org.

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Stop Isolation Proteste 22.09

Aus der Medienmitteilung von “Migrant Solidarity Network”:
„In diesem System kann kein Mensch leben – Wir können nur atmen!“ Das sagen die Personen mit einem negativen Asylentscheid, die zur Demo aufrufen. Sie verlassen erneut Rückkehrzentren, Notunterkünfte und Bundesasylzentren in der gesamten Schweiz, um in der Hauptstadt während der Session des Bundesparlaments für Respekt, Würde und Aufenthaltsbewilligungen für alle zu demonstrieren. In der Schweiz brauchen (geflüchtete) Migrant*innen aus nichteuropäischen Staaten dringend Gleichbehandlung mit Schweizer*innen und mit europäischen Migrant*innen. Die alltägliche Gewalt im Asylsystem und die Zwangsabschiebungen sind diskriminierend und müssen endlich enden.

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Medienmittelung von “Migrant Solidarity Network nach der Demo”:

Demonstration gegen Isolation von Polizei blockiert

Heute demonstrieren geflüchtete Migrant*innen mit negativen Asylentscheid in Bern gegen ihre Isolation durch das Asylsystem. Mehrere hundert – darunter auch zahlreiche Kinder und Menschen mit Behinderungen – sind aus Bern, Zürich, Basel, Jura, Freiburg und anderen Kantonen angereist, um in der Hauptstadt Respekt, Würde und Aufenthaltsbewilligungen für alle zu fordern. Als abgewiesene Asylsuchende leben alle in Rückkehrzentren. Als (geflüchtete) Migrant*innen aus nichteuropäischen Staaten brauchen dringend Gleichbehandlung mit Schweizer*innen und mit europäischen Migrant*innen. Die alltägliche Gewalt im Asylsystem und die Zwangsabschiebungen sind diskriminierend und müssen endlich enden.

Polizei blockiert Demo mit Tränengas, Wasserwerfer und Gummischrot
Die geplante Route durch die Innenstadt zum Bundesplatz konnte nicht wie geplant gegangen werden. Direkt nach der Schützenmatte blockierte die Polizei die Strassen Richtung Innenstadt. Die Demo führte dann über die Lorraine und über Kirchenfeldbrücke, wo die Polizei Gewaltmittel einsetze. Mehrere Personen darunter auch Kinder leiden nun unter den Folgen. Einige mussten ins Spital gebracht werden. Beim Waisenhausplatz legten die Demonstrierenden eine Schweigeminute ein. Seit der Einführung des verschärften Asylregimes haben sich mindestens zwei Personen das Leben genommen. In der Öffentlichkeit werden die Verstorbenen, wie Massoud, der sich kurz nach dem Negativentscheid umbrachte, todgeschwiegen.

Es ist nicht die erste Demonstration von geflüchteten diesen Sommer. Ihre Kritik und ihre Forderungen bleiben:

Aufenthaltsbewilligungen und eine Perspektive zum Leben
Keine Isolation und keine Gewalt in Asylcamps
Keine ständigen Bussen und Haftstrafen wegen „illegalem Aufenthalt
Keine Abschiebungen
Würde, Respekt und gleiche Rechte für alle

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Bericht von einer an der Demo anwesenden Person:
Nachdem der Weg zum Bundesplatz beim Waisenhausplatz durch die Polizei gesperrt blieb, bewegte sich die Demo in Richtung Bollwerk. Auch dort war die Strasse in Richtung Bahnhof gesperrt. Als die Demo auf dieser Strasse stand, wurde sie von der Polizei mit Gummigeschossen und Wasserwerfer massiv angegriffen. Auch Kinder waren im Schussfeld der Polizei. Die Demo liess sich nicht vertreiben und blieb zusammen. Weiterhin war sie lautstark und bestimmt. Nach einer Weile kam vom Bundesplatz aus eine solidarische Demo, die auf der anderen Seite der Polizeisperre eine Sitzblockade starteten, auch sie wurden mit dem Wasserwerfer auf Kopfhöhe angegriffen.
Plötzlich änderte die unverständliche Strategie der Polizei und sie zog sich zurück, die Demo lief nun laut und stark zum Bundesplatz.

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Heute verwendete die Polizei wieder die gefährlichen 40mm-Gummigeschosse

Quelle: https://barrikade.info/article/3872

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Carnaval des Rues Communiqué

Heute Nacht, am 12.9. auf den 13.9.2020 sollten die Strassen und Quartiere von Bern Zeug*in eines unvergesslichen Anlasses werden . Ein lautes Fest, eine hörbare Stimme für Veränderung in schweizer Städten. Wir haben die Stadtenwicklung und ihre diskriminierende Verdrängung satt. Gemeinsam sollte der Kreativität und der Träumerei freien lauf gelassen werden. Der Carnaval des Rues will uns allen zeigen, dass es auch anders geht!



Doch die Polizei als Marionetten eines unterdrückerischen Systems empfand unseren geplanten Carnaval als Bedrohung und stoppte den Umzug bereits kurz nach dem Start.

Musik und Kunst, Farbe und Lärm, hätten die Strassen erhellt, um ein erneutes Mal dem Thema Stadtentwicklung Raum zu ermöglichen. Spass machen für die Menschen die dabei sind, Gedanken ins Rollen bringen bei allen Beteiligten. Vor allem aber dem Wunsch nach urbaner Umgestaltung eine öffentliche Plattform bieten. Das Kollektiv hinter der Organisation des CdR setzt sich aus Menschen aus verschiedensten Städten zusammen. Bern ist daher auch eher zufällig gewählter Schauplatz des Geschehens. Symbolisch für viele andere Städte, die mit gleichen oder ähnlichen Problemen konfrontiert sind. Eine einheitliche politische Ausrichtung gibt es in diesem interstädtischen Vernetzungskollektiv nicht. So divers die Probleme und Themen des urbanen Raumes sind, so unterschiedlich die Menschen des Kollektivs, die davon betroffen sind. Sei es der Konsumzwang, die Gentrifizierung von Quartieren, die leerstehenden Häuser, die steigenden Mieten, das Racial Profiling oder die Kommerzialisierung von öffentichem Raum, Gründe gibt es genug um unzufrieden zu sein.
Das Kollektiv wünscht sich dabei vor allem Eines: Nämlich eine Veränderung der Maximen, nach denen Städte sich entwickeln.
Weg von Verdrängung, Kommerzialisierung und menschenfeindlicher Aufwertung, hin zu einer solidarischen und selbstbestimmten kreativen Idee des Zusammenlebens.

Die Entwicklung dieser Gesellschaft lässt uns keine Ruhe mehr. Wir mussten ausbrechen aus der Lethargie, der Gleichgültigkeit. Genug davon, wie unser Leben immer mehr von Kommerz, Konsum, Arbeit, Vereinzelung und Überwachung dominiert wird. Wir möchten, dass sich die Welt in eine andere Richtung dreht.
Wir glauben nicht daran, dass die existierenden Systeme wie Neoliberalismus, Nationalstaaten oder Grenzen eine Lösung für all die Probleme bieten können mit denen wir konfrontiert sind. Wir denken sie sind die direkte Ursache dieser Probleme!

Wie sich unsere Städte entwickeln ist ein offensichtlicher Auswuchs davon, wie der Kapitalismus sich immer neue Geldquellen krallt und unser Zuhause verschlingt.
Die Innenstädte werden immer exklusiver. Dort wo Menschen wohnen könnten, reihen sich Konsumtempel an Konsumtempel. Der Boden ist so teuer geworden, dass ihn sich nur eine kleine, meist weisse Oberschicht überhaupt noch leisten kann.

Die Folge der Aufwertung des städtischen Bodens ist, dass die meisten Menschen sich das Leben in der Stadt nicht mehr leisten können. Es bedeutet, dass der Grossteil des Lebens statt für soziale Kontakte und Aufgaben, für träumerische Gedanken und für politische Veränderung der Arbeit zum Opfer fallen. Das, was dennoch absolut notwendig ist, die Haus- und Care-Arbeit, bleibt meistens an FLINT*-Personen hängen und führt dort zu einer enormen Mehrbelastung.
Die miese Entlohnung für sowieso schon schlechter gestellte Menschen und der erschwerte Zugang zu sozialen Leistungen und Teilhabe, machen den Teufelskreis perfekt.

Wer bestimmt, wo wir wohnen dürfen?
Wer bestimmt, wie wir leben dürfen?

Der Carnaval des Rues steht ein für eine anderen Welt. Unser Leben gehört uns. Wir sind überzeugt, dass ein anderes Leben möglich ist.
Viele von uns haben Projekten kennengelernt oder in ihnen gelebt, die direkte Solidarität lebbar gemacht haben, die nachhaltige Lebensmittelproduktion, gegenseitige Hilfe oder Wissensaustausch über Wettbewerbstreiben und Missgunst stellen. Wo Wände so angemalt und Wohnräume so gebaut werden, wie die Menschen, die sie bewohnen es möchten. Räume, die versuchen Diskriminierung zu verunmöglichen.

Der Carnaval des Rues fand heute nicht in geplanter Form statt. Doch dies ist nicht das Ende. Die Welten, Galaxien, Träume und Pläne wurden eröffnet. Der Carnaval des Rues kommt wieder!
Als nächstes nehmen wir uns die Milchstrasse!

Unser Leben gehört uns!

Was ist mit Corona?

Der Carnaval des Rues findet während der Covid19-Pandemie statt. Dadurch dass der Carnaval des Rues im Freien stattfindet wurde das Risiko für annehmbar empfunden. Dennoch soll darauf hingewiesen werden, zu deinem eigenen und vor Allem zum Schutz Anderer, eine Maske zu tragen, deine Hände regelmässig zu waschen oder zu desinfizieren und dem Anlass fernzubleiben, falls du Fieber- oder andere Krankheitssymptome hast.

*FLINT*: Frauen-Lesben-Inter-Nonbinär-Trans*

Awareness:

Hilf uns mit, den Carnaval des Rues zu einem Raum zu machen, wo sich alle Teilnehmenden möglichst wohl und sicher fühlen können. Der Carnaval toleriert keine Diskriminierung, egal welcher Art!

Hilf mit, Menschen zu schützen, die stärker von Repression oder Gewalt betroffen sind als du.

Falls du rassistische, sexistische oder andere diskriminierende Vorfälle beobachtest, toleriere diese nicht. Melde dich am Awareness-Infopoint oder bei einem anderen Wagen. Frage die betroffene Person, was sie braucht und hilf ihr, das zu ermöglichen.

Quelle: https://barrikade.info/article/3845

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Spontandemo in Luzern am 10.9 um 18h Bahnhofsplatz


Das Geflüchtetenlager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ist heute Nacht abgebrannt. Wir sind wütend und fordern die sofortige Evakuierung aller Lager!
Morgen Abend alle auf die Strasse 18:00 Uhr Bahnhofplatz Luzern. ( Bewilligt )

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Demo am 5.9: Jetzt! Ein ökologischer und solidarischer Neustart

JETZT! Ein ökologischer und solidarischer Neustart!


Bahnhofsplatz, 15h
Am 5. September gehen wir auf die Strasse! Packen wir jetzt die Zukunft an! Nach der Coronakrise zurück zum Status Quo zu kehren ist keine Option. Denn die Normalität vor der Krise war auch eine Krise. Gemeinsam können wir die Weichen stellen, damit alle die Krise überstehen und die Gesellschaft künftig ihre soziale und ökologische Verantwortung wahrnimmt. Kein Zurück. Wir wollen nicht zurück zum Normalzustand, wir wollen zurück in eine bessere Zukunft!
“Normal” war bisher eine Gesellschaft, in der nicht alle Menschenleben den gleichen Wert haben. Wachstum und Profit vor Solidarität stehen. Soziale Unterschiede wachsen. Jene Menschen am wenigsten wertgeschätzt werden, die sich um andere Menschen kümmern. Gletscher schmelzen und die Lunge der Erde in Flammen steht, weil diese Normalität kurz davor steht, Kipp-Punkte zu erreichen und unaufhaltsame Kettenreaktionen der Klimaerhitzung auszulösen. In welcher die Klimakrise trotzdem nicht ernst genommen wird.
Der “Normalzustand” besteht aus vielen ineinander verflochtenen Krisen, die sich gegenseitig verstärken. Wir wollen kein Krisenmanagement, sondern eine krisensichere Zukunft – mit einem ökologischen und solidarischen Neustart. Wann?
Jetzt – denn die Coronakrise zeigt, dass die Politik kann, wenn sie will.
Jetzt – denn im Lockdown haben wir gelernt, was für uns als Gesellschaft wesentlich ist und wie wichtig Solidarität ist.
Jetzt – denn 2020 ist ein zentrales Jahr, um das Ziel des Pariser Klimaabkommen einzuhalten.
Jetzt – denn die heutigen Investitionen in Milliardenhöhe weisen den Weg für die nächsten Jahre.
Jetzt – denn die “Normalität” treibt jeden Tag Menschen in die Armut, den Tod und die Flucht.
Wenn nicht jetzt, wann dann?Was jetzt? Es ist Zeit für einen tiefgreifenden, mutigen strukturellen Wandel. Gemeinsam können wir die Gesellschaft so gestalten, dass sie solidarisch und ökologisch ihrer Verantwortung gegenüber künftigen Generationen gerecht wird. Es gibt noch viel zu gestalten, zu diskutieren und vorzustellen – doch Lösungen existieren!Zur Demo rufen auf:
Kurdischer Kulturverein
Luzerner Gewerkschaftsbund
Psychologists4Future
Luzern im Wandel – Transition Luzern
JUSO Luzern
ReSoLut
SP Luzern
Frauenstreik Luzern
Unia
Solinetz
Klimastreik Zentralschweiz
VPOD
Junge Grüne Luzern
Grüne Luzern
Syndicom

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